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Wir bleiben unserem Motto treu:
wir sind nicht besten, aber dafür die Lustigsten und lassen uns die Laune nicht verderben
Leider sind wir erst jetzt dazu gekommen, unseren Bericht zu verfassen. Bedingt durch unseren anschließenden Urlaub und Wettbewerb in Untersiggenthal, hatten wir einfach keine Zeit.
So aber jetzt geht es los: Peter, Katja und wir beide, sind bereits eine Woche vorher nach Landres gereist um bei den Aufbauten zu helfen. Im ersten Moment waren wir sehr überrascht. Das Modelfluggelände sah aus wie eine Baustelle. Überall wurden Hallen gebaut und neue Zufahrtsstraßen angelegt. Aber die Kreise waren Gott sei Dank alle noch an Ort und Stelle. Eine Woche lang konnten wir es mehr oder weniger ruhig angehen lassen. Die ersten WM-Teilnehmer trafen dann schon am Freitag ein um an dem Worldcup, der an dem Wochenende stattfinden sollte, teilzunehmen. Sonntag bekamen wir dann einen Anruf von Christoph Holtermann, der seine WM-Teilnahme absagen musste. Wir hatten schon damit gerechnet, Baby’s halten sich nunmal nicht an WM-Termine. Die Geburt seines 1. Sohnes Diego stand bevor und es war sicher, dass der kleine in dieser Woche auf die Welt kommen würde. Damit kam Michael Feger ins Team, der auf Abruf war. Montags darauf war dann offizielle Anreise. Am frühen Abend war unsere 35köpfige Mannschaft bis auf einige Supporter komplett vor Ort, so daß die erste Teambesprechung stattfinden und das Processing vorbereitet werden konnte. Während wir am Dienstagmorgen dann zum Processing fuhren, kam dann der 2. Anruf von Christoph, Diego Holtermann Garcia hat das Licht der Welt erblickt. Alle drei Susana, Christoph und Diego sind wohlauf und werden sich die noch kommenden Nächte um die Ohren schlagen müssen. Dies ist nun innerhalb kürzester Zeit der zweite Fesselflugnachwuchs. Es gibt da noch einen Tristan. Und der heißt Rätsch mit Nachnahmen. Auch dort geht es allen dreien gut. Also ihr frischgebackenen Eltern, von uns allen herzliche Glückwünsche zur Geburt eurer Kinder.
Bis auf kleine Probleme bei der Abnahme der Teamracemodelle verlief das Processing reibungslos. Durch den engen Zeitplan bedingt konnte das Team Leupold/Engfer leider ihre offizielle Trainingszeit nicht ausnutzen und mussten zum Trainingsgelände.
Dann am Mittwoch begannen die ersten Durchgänge. Für unsere F2A-Piloten lief es nicht wirklich Rund. Norbert Schmitz und Katja Ritter konnten zwar eine Zeit setzen, Norbert 279,3 km/h und Katja 261,8 km/h, aber danach lief es nicht mehr wirklich. Unser Speedehepaar Peter Gründel und Katja Ritter verloren bei dieser WM insgesamt 3 Motoren und 2 Modelle, teilweise nur durch Kleinigkeiten. Schade, der Worldcup sah vielversprechend aus. Aber so ist es nunmal, funktioniert das Material vorher noch einwandfrei, entwickelt es auf einer WM ein Eigenleben und nichts geht mehr. Genauso viel Pech hatte unser F2B-Junior Cornelius Gehrig. Er verlor sein A-Model im Training und mußte so mit seinem B-Model, das nebenbei Gewichtsgewinner mit 2100 g bei der WM war, an den Start. Unter diesen Umständen zeigte Cornelius eine solide Leistung. Seine Nervenstärke beim letzten Flug war absolut genial, für uns der Sieger gegen den Wind. Michael, der kurzfristig eingesprungen war, fand keine Einstellung und konnte seine gewohnt gute Leistung nicht zeigen. Uwe Degner flog sich auf den sehr guten 25. Platz. Richard Kornmeier’s intensives Training sollte ihn und auch uns mit dem 10 Platz belohnen. Damit konnten wir sehr zufrieden sein. Die beiden F2C Teams konnten zufriedenstellende Leistungen zeigen. Erik Leupold und Klaus Engfer erflogen sich eine Zeit von 3:34,9 Min.. Das ist absolut dem Material entsprechend, was die beiden Fliegen. Steffen Richter und Nikolaj Terterjukov gingen mit 3:38,2 nach Hause, auch für die beiden keine schlechte Leistung. Unser Combatteam bestand aus Andre Horst, Marat Bukin, Lothar Hentschel und als Mechaniker Johann Schwarz. Andre schied leider schon nach der ersten Runde aus, Marat nach der 2. und Lothar dann in der 3.
Damit war das deutsche Team, bis auf Richard Touristen und wir konnten die restlichen Tage recht entspannt verbringen.
Wir hatten dieses Mal ein Recht großes Team und es war etwas schwieriger alle unter einen Hut zu bringen. Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht und hoffen eine ebenso große Beteiligung zur EM in Belgrad 2009, zumindest was die Piloten angeht. DANKE nochmal an das gesamte Team, ihr seid einfach die Besten.
Leider werden wir in Zukunft auf einige gute Piloten verzichten müssen. Erik und Klaus gaben ihren Rücktritt von F2C bekannt. Ein herber Verlust für uns und der Abschied viel sehr schwer, sang doch Andy Sweetland nach dem letzten letzten Durchgang der beiden “Time to say good bye”, sentimental ohne Ende, blieb bei uns aber nicht ohne Wirkung, sämtliche Deutsche verdrückten sich in eine Stille Ecke. Danach kam der nächst Schlag, Uwe Degner erklärte seinen kompletten Rückzug aus der Fesselflugszene. Bleiben Klaus und Erik uns in anderern Klassen (MTR) erhalten, werden wir Uwe wohl nicht mehr so schnell mit Griff in der Hand sehen. Damit verlieren wir nicht nur einen guten Kunstflugpiloten, sondern auch einen wertvollen Menschen. Machs gut Uwe, wir wünschen dir das Allerbeste für die Zukunft, wie auch immer deine neuen Hobbys aussehen mögen. Überhaupt war das ein Jahr der Rückzüge, nach “Pepi” Fischer im vergangenen Jahr, hört jetzt auch noch Heiner Borer aus der Schweiz auf. Alle Piloten die wir schon viele Jahre kennen. Schade, aber gerade bei Team-Race gut zu verstehen. Schaut euch die Ergebnislisten und die Zeiten an und dann vergleicht mal die Teams die am Start waren mit alten Ergebnislisten. Die Namen kann man fast 1:1 übernehmen. Rennen werden immer schneller, die Teams im älter, dass passt nicht. Claus Maikis hat zum Abschied eine treffende Zeichnung erstellt.
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Ah ja, was wäre eine WM ohne Weltmeister, Luis Parramon aus Spanien schlug im letzten Durchgang (296,3 km/h) zu und verwies Sandor Kalmar aus Ungarn auf den 2. Platz um gerade mal 0,3 km/h und bleibt damit Weltmeister. Dritter wurde Luca Grossi aus Italien. Bei den Junioren schlug mal wieder Max Marksteiner AUT zu, schon fast Gewohnheit, aber immer wieder mit großer Freude. 2. Carl Lickfold USA, 3. Leonid Turin RUS.
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 Den besten Schachzug machte wohl David Fitzgerald aus USA. Er flog in den Vorläufen jeweils nur einmal, dass heißt auf jeweils einen Flug auf beiden Kreisen. Das reichte um ins Finale zu kommen. Er wurde verdient Weltmeister. Phantastisch die Leistung von Igor Burger SVK mit seinem Elektromodel und Platz 2, vor Xingping Hang China und mehrmaliger Weltmeister. Gut zu sehen, das kein Yatsenko-Modell auf den vorderen Plätzen lag. Nicht, dass ich es den Yatsenkobrüdern nicht gönnen würde, aber wenn jedes 2. Model sich nur in der Farbe unterscheidet, ist es doch recht langweilig sich Kunstflieger anzuschauen. Vielleicht kann man ja eine Yatsenko-WM abhalten, Teilnehmer wären genügend vorhanden. Juniorwertung: Wie schon fast erwartet zum 2x Weltmeister Mauricio Milani ITA, vor Marco Valliera ebenfalls ITA und Ronghao Geng CHN, der allerdings zum Finale nicht antreten konnte, da er im letzten Vorlauf sein Model einen Crash hatte und kein B-Model vorhanden war.
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 Es versprach ein spannendes F2C-Finale zu geben, Ougen-Suruge FRA, Surugue-Surugue FRA und Simons-Potter AUS wollten den WM-Titel. Vater gegen Söhne, die schon zum 3. Mal nach dem Titel griffen. Aber meistens kommt es anders. Bei ersten Pitstop war Pasqal zu weit innen, Georges konnte nicht fangen und bei der ganzen Aktion wurde Thierry Ougen behindert. Trotzdem ließ die Jury weiterfliegen. Ein anschließender Protest brachte dann den Reflight für Ougen-Surugue und Simons Potter. Am Ende waren Simons-Potter durch die schnelleren Stops überlegen. Damit geht die Weltmeisterschaft nach Australien. Eigentlich hätten die Junioren das Finale gleich ausfliegen können, es gab nämlich nur 3 Juniorteams. Erster Savschenko-Vronskyy UKR vor Flender-Szasz HUN und Wong-Goh SIN.
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In Combat holte sich Stanislav Culacichin MDA.Aleksandr Pokorskiy Jun. UKR konnte gleich zweimal aufs Podium, einmal für Platz 2 und dann für den Juniorweltmeistertitel. Dritter wurde Igor Dementiev MDA. 2. Junior Markov Artem RUS vor Forss Jussi FIN .

Zur Organisation bleibt nur zu sagen, eigentlich Perfekt, wenn da nicht die kleinen Ausnahmen wären. Die Informationen hätten etwas besser sein können, eigentlich Kleinigkeiten aber wenn man für jede Frage ins Büro laufen muss und dort die Helfer und Organisatoren ständig stören muss, ist es für beide Seiten lästig. Fragen wie, wann und wo ist die Eröffnungsfeier, wo ist Processing, wie komme ich zum Banquett usw., wurden ständig gestellt, Antworten gab es immer erst auf Nachfragen im Büro. Aushänge hätten da gereicht und jeder hätte gewußt wo was statt findet. Die Eröffnungsfeier, nachdem sie dann endlich angefangen hatte war sehr schön und aufwendig. Viele waren es überdrüssig zu warten und haben sich noch vor Beginn der Feier verabschiedet. Was ich durch ein paar Köpfe, die dann auch noch hin und her wackelten mitbekommen habe, muss es wirklich toll gewesen sein. Die Geschichte vom Wind. die aufgeführt wurde war leider nur in französisch und so konnte der überwiegende Teil sie nicht verstehen. Das riesige Feuerwerk war dann wieder multilingual. Bis spät in die Nacht ging die Eröffnung, ein Stromausfall ließ dann wieder einen Teil der Zuschauer verschwinden. Eigentlich Schade, aber auch mir wurde es zu lang. Wir standen jetzt schon seit 21.30 Uhr am Combatkreis und gegangen sind wir 0.30 Uhr, ich konnte einfach nicht mehr. Das restliche Feuerwerk haben wir uns von unserem Campingplatz angeschaut. Das war es aber auch schon an Kritik, wie gesagt Kleinigkeiten, und erstmal besser machen. Wir kommen auf jeden Fall wieder nach Landres, vielleicht gibt es ja dort nochmal eine WM. Jetzt soll erstmal der Winter kommen und dann sehen wir uns zur EM in Belgrad.
21. August 2008
Die Ergebnisse findet ihr hier
Fotos und Videos
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