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VSC 2009 2. Bericht
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VSC = Vintage Stunt Championships (= Antik Kunstflug Meisterschaft)

Wer glaubt, er hat im Fesselkunstflug schon alles gesehen und alles erlebt und hat das VSC nicht erlebt  -  der hat eigentlich nicht viel erlebt.
In den späten 80er Jahren hatte ein gewisser Mike Keville einen Gedanken. Mike war eigentlich kein begnadeter Kunstflieger, aber er hatte eine Vision: alte Kunstflug-Konstruktionen zu neuem Leben erwecken. Die Oldtimer Szene existierte schon, aber Mike wollte sie im sonnigen Kalifornien neu erstehen lassen. Am Anfang etwas bezweifelt, entwickelte sich die Idee zum ganz großen Erfolg.
Heute ist das VSC nach Tucson, Arizona umgesiedelt, ist einer der populärsten Kunstflug-Wettbewerbe (möglicherweise weltweit!), und zieht Teilnehmer aus vielen Fesselflugnationen im März in die Sonora-Wüste.
Der Platz ist traumhaft: drei Asphaltkreise und drei Graspisten in einer Parkanlage am Stadtrand von Tucson, umgeben von einer Western-Kulisse aus Kakteen und felsigen Bergen. Das Gelände wird von der Stadt Tucson gepflegt, der Rasen gemäht, und der dritte Asphaltkreis wurde erst vor kurzem von der Stadt angelegt !!! Für uns unvorstellbar.
Der Wettbewerb wird in drei Klassen ausgeflogen:
1.) OLDTIME, das sind Konstruktionen vor 1950;
2.) CLASSIC, Flugzeuge vor 1970;
3.) Oldtime IGNITION,  mit Originalmotoren aus jener Zeit.
Man kann also auch ein Oldtime-Modell in Classic fliegen. In der Regel sind Oldtime-Modelle solche  Konstruktionen, deren Flugeigenschaften einen nicht gerade vom Hocker reißen. Hier geht es in erster Linie um den Spaß. Trotzdem findet man darunter auch Entwürfe, mit denen man sich auch im FAI-Alltag nicht blamieren muss. In der Classic-Abteilung finden sich einige der schönsten Flugzeuge, die jemals erbaut wurden; mit Flugeigenschaften, die jenen der modernsten Konstruktionen nur wenig nachstehen. Die Ignition-Fraktion dagegen versucht beharrlich, den Zündkerzen in ihren alten Benzinern einen Funken zu entlocken.
Der Wettbewerb geht über 5 Tage und läuft auf zwei Kreisen. Man macht jeden Tag ganz relaxed einen Flug, ist am frühen Nachmittag fertig, und hat ausreichend Zeit zum Fachsimpeln und Fotografieren. Wer will, kann trainieren bis der Kolben glüht. Jeden Abend ist man auf einer anderen Party eingeladen oder schließt sich einer Gruppe an. Das Größte jedoch ist die Vergabe der „Appearance Points“. Eine typisch amerikanische Angelegenheit, mit die beste Attraktion des Wettbewerbs, und zugegebenermaßen ein Highlight, über den einzuführen es sich lohnte, Gedanken zu machen.
Am Abend vor Beginn des Classic-Wettbewerbs stehen alle Flugzeuge  im Garten des Hotels (in dem die meisten wohnen) neben dem Pool aufgereiht zur Bewertung. Beim Anblick all dieser fantastischen Kunstflugzeuge mit atemberaubendem Finish kommen einem die Tränen. Alles spaziert durch die Reihen, beäugt diese Wunderwerke, und fotografiert was der Film bzw. Chip hergibt. Dann ziehen sich die Zuschauer so langsam zurück, laben sich an einem Drink unter Palmen, und die Jury vergibt ihre Punkte.
Wie populär dieser Wettbewerb ist, sieht man an der Beteiligung. Da kommen Amerikaner vom anderen Ende ihres Landes  -  und für die heißt das mehrere Tage Fahrt auf den Highways ! Was sind da schon lächerliche 13 Stunden Flug für die ausländischen Teilnehmer. In Abwandlung eines bekannten Spruches könnte man ausrufen: VSC sehen und sterben! Denn diese Erfahrung ist nicht zu überbieten.

Humongous. Eines der populärsten Oldtimer-Modelle

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Auch Weltmeister treten in Classic an: Bob Hunt mit Caprice

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Don Hutchincon versucht einen Funken zu erzeugen

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der Platz: eines Fesselfliegers Traum

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Ares. Immer noch eines der schönsten Fessel-Kunstflugzeuge

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Jim Rhoades vor der typischen Kulisse in Tucson

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Aufgereiht zur Vergabe der „Schönheits-Punkte“ im Hotel

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Venus. Tolle Lackierung von Warren Tiahrt

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 klickt den Kaktus er bringt euch zum engischsprachigen Bericht von Claus Maikis

 

 

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