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Viele Neueinsteiger im Fesselflug stehen meistens alleine da. Auf einer Seite kennen sie keine Fesselflieger die helfen könnten und auf der anderen Seite fehlt der geeignete Platz zum trainieren. Es fängt schon beim Bau an, welches Modell, welcher Motor, wo bekomme ich Zubehörteile her usw. usw. Speziell dafür haben wir das Forum eingerichtet, es tummeln sich dort genügend “Fachleute” die gerne weiterhelfen. Zeigt bitte keine Scheu eure Fragen zu stellen, wir beantworten alles (naja fast alles). Des weiteren gibt es jede Menge Infos im Lassogeier von Axel Jungherz. Im Dezember haben wir auf unserem MTR-Wettbewerb Robert kennengelernt, der hier seinen Erfahrungsbericht zum Einstieg in den Fesselflug beschreibt. Danke Robert, ich hoffe das gibt vielen den Anreiz sich an den Fesselflug heranzutrauen.
Einstieg in den Fesselflug
Die jahrelange, intensive Beschäftigung mit den verschiedensten Sparten des RC-Flugs wie, Segelflug, Motorflug, Elektroflug, Q500-Pylon und Kunstflug führt natürlich unweigerlich zu einer ebenfalls intensiven Beschäftigung mit der größten Informationsquelle, die uns derzeit zur Verfügung steht, dem Internet. Und hier beginnt jetzt eigentlich meine noch sehr junge Fesselflugkarriere. Das ist übrigens ein hochinteressanter Ablauf, wenn eine Modellflugsparte, die aufgrund der Entwicklungen des Computerzeitalters, aus dem Blickfeld der Bevölkerungsmehrheit weitgehend verschwunden war, jetzt wieder gerade durch die Möglichkeiten des elektronischen Informationsaustauschs bekannt wird und an Popularität gewinnt. (Keine Angst, das wird jetzt keine soziopsychologische Abhandlung.) Dabei spielen für mich zwei weitere Aspekte eine große Rolle. Erstens verspricht eine Modellflugsparte, bei der ich das Modell und die Flugbewegungen direkt fühlen und steuern kann, ein direktes und erfrischendes Erlebnis zu werden. Zweitens ist der Fesselflug weitgehend konsum- und kommerzfrei, was ebenfalls ein sehr erfrischendes Erlebnis sein kann.... Ich war so begeistert von den außergewöhnlich schönen Fesselkunstflugzeugen, dass für mich der Entschluss ein Fesselflugzeug zu bauen, sehr schnell reifte. Also habe ich das Internet nach allen Informationen zum Thema Fesselflug durchsucht und dabei auf Claudia’s Fesselflugseiten einen Veranstaltungshinweis ganz in meiner Nähe entdeckt. Dies sollte die Chance sein zum ersten mal in meinem gar nicht mehr so jungen Leben den Fesselflug live zu erleben. Um es kurz zu machen, ich bin hingefahren, war begeistert, habe sehr nette Menschen getroffen, die mir sofort ihre Unterstützung bei meinem Vorhaben zugesagt haben, so dass die Entscheidung nun endgültig fest stand. Ich werde ein Fesselflugmodell bauen. Vor dem Hintergrund meiner RC-Erfahrung wollte ich kein zu kleines, nervöses Modell bauen, sondern für den Einstieg ein ruhig fliegendes, etwas größeres Modell mit überschaubarem Bauaufwand. Meine wahl fiel auf den „Skyray 35“ von SIG aus mehreren Gründen.
- -Das Modell ist in Deutschland verfügbar, z. B. einfach bei Höllein bestellen
(Die Firma Kavan importiert SIG-Produkte, Katalog unter www.Kavanrc.de)
- -Der Skyray 35 ist zwar kein ARF-Modell, aber einfach zu bauen und zu reparieren.
- -Geringe Kosten, einfache Motorisierung
- -Das Modell verfügt auch nach dem Anfängerstadium noch über viel Potential für die weitergehende Fesselflugausbildung
- Hier die Startausstattung im Detail:
- -OS 25-LA-S,
(alternativ: RC-Version mit fixierter Vergaserstellung, Öffnung dann 3,3 mm)
- -OS Serienauspuff E 2030, inkl. Konus
- -OS Serienventuri 6,5 mm, Bru-Line Air Cleaner
- -OS Serien-Heck-Düsennadel
- -APC Propeller 9 x 4
- -Spinner 2" Nylon
- -Tank aus Mandarinendose gelötet, Uniflow Anschluss, alternativ einfacher Kunststofftank
- -Sprit: 70 % Methanol, 20% Rhizinus, 10% Nitro
- -SIG Skyray 35, Spannweite 112 cm
- -Kein Seitenruderversatz, keine Asymmetry.
- -2-Bein Fahrwerk aus 3 mm Stahldraht, 50 mm Räder
- -Rippen aus Balsaholz erstellt (muss nicht sein, aber mir waren die Sperrholzrippen etwas zu schwer und ich wollte mehr zu basteln haben)
- -Bespannung Fläche, Leitwerk Oracover, Rumpf einfach mit S-K-Klarlack lackiert
- -Anlenkung aus Kohlefaserrohr erstellt. Hier kann man aber auch den Stahldraht aus dem Baukasten nutzen (auf halber Strecke eine kleine Führung am Rumpf montieren.)
- -Leinenaustritt verstellbar gebaut (auch nicht unbedingt erforderlich)
- -Keinen Motor – Seitenzug
- -Leergewicht ca. 900 gramm
- -"Tip weight" an der rechten Flügelspitze ca. 40 gramm
- -Schwerpunkt zwischen 12 und 14 % der Flächentiefe. Das ist deutlich weiter vorne als auf dem Plan angegeben !!
- -SIG-Steuerleinen für die Halle 16 Meter x 0,38 mm (.015 x 52,5)
- -SIG-Steuerleinen für die Wiese 18 Meter x 0,38 mm (.015 x 60)
-Griff aus Holz, Eigenbau nach Vorlage von Ted Fancher, Leinenabstand 85 mm
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