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Schönheits-Salon
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Fesselkunstflieger sind Ästheten. Das sieht man an ihren Kreationen. Es sind die schönsten Modell-Flugzeuge, die es gibt. Der Wunsch nach bestechender Optik geht so weit, dass mitunter sogar das Gewicht des Flugzeugs darunter leiden muss, weil die Lackierung ihren Gewichts-Tribut fordert. Mit der Lackierung allein ist es aber noch nicht getan. Wie immer sind es die kleinen Details, die aus einer ordentlichen Arbeit ein Prachtstück machen.

m71Abgesehen von den bekannten Tuschelinien ist das Anbringen von Abziehbildern ein bewährtes Mittel, um das Aussehen aufzuwerten und die optische Erscheinung zu vervollkommnen. In der guten alten Zeit gab es so was in reichlicher Auswahl in Form von Nummern, Buchstaben und Emblemen aller Arten. Da moderne Menschen aber keinesfalls mehr über so viel Zeit verfügen, ein Abziehbild einzuweichen (das dauert immerhin einige Sekunden!), sind die Klebebilder an ihre Stelle getreten. Diese haben sicher ihre Berechtigung. Für Perfektionisten ist diese Lösung aber unbefriedigend. Wenn man mit dem Finger darüber fährt, spürt man einwandfrei eine Kante von einigen Hundertstel Dicke. Nichts für uns !

Für einfache geometrische Formen findet sich eine einfache Lösung. Es gibt nach wie vor Abziehbild-Bogen im DinA4-Format in verschiedenen Farben. Daraus lassen sich beliebige Formen ausschneiden. Da die Schichten sehr dünn auftragen, lassen sich ohne weiteres mehrere Elemente übereinander legen. Somit lassen sich auch mehrfarbige Grafiken erstellen. Freilich erfordert es eine sehr ruhige Hand und ein absolut scharfes Messer, die einzelnen Elemente auszuschneiden. Und komplizierte Abbildungen lassen sich mit dieser Methode nicht darstellen.

Seit es Computer gibt, eröffnen sich jetzt natürlich vollkommen neue Möglichkeiten. Die Industrie erfindet täglich neue Produkte und einige lassen sich auch für unsere Zwecke einsetzen. An die simplen dicken bedruckbaren Selbstklebefolien wollen wir gar nicht erst denken, das ist wirklich unter unserem Niveau (außerdem verblassen sie innerhalb kurzer Zeit). Es gibt jedoch glasklare Selbstklebefolien als DinA4-Bogen. Diese tragen nicht sehr dick auf, sie kleben recht gut, es gibt sie in Hochglanz-Ausführung und sie lassen sich recht gut bedrucken. Wenn das Bildchen nicht gerade aufs Weltmeister-Flugzeug kommen soll, sondern ein Standard-Modell schmücken darf, ist das eine durchaus akzeptable Methode. Natürlich lässt sich die Folie nicht auf unebenen Flächen aufbringen, und auch an den unbeplankten vorderen Flügelteil mag sie sich nicht gerne anschmiegen.
GigWer genau hinschaut, kann auch die Schnittkante entdecken. Das hängt jedoch von der Form des Aufklebers ab. Wenn das Abbild exakt an der Farbkante oder einer Linie beschnitten wird, ist der Rand nicht zu sehen. Natürlich wird das ganze dann noch farblos überlackiert  -  Klebefolien, die dem Treibstoff ausgesetzt sind, sollte man nicht trauen. Inwieweit die Druckertinte lichtecht ist, ist mir nicht bekannt. In meinem Hangar befindet sich ein Flugzeug, das mit dieser Methode aufgepeppt wurde. Es ist drei Jahre alt, wird allerdings nicht sehr oft geflogen. Die Aufkleber sehen noch aus wie neu.

Wer hohe Ansprüche stellt , muss allerdings einen entsprechend höheren Aufwand betreiben. Der Markt bietet Abziehbild-Bogen, die bedruckt werden können. Wenn man im Internet surft, findet man eine große Auswahl an Firmen, die entsprechendes Material anbieten. Nur ein Beispiel: die Firma BelDecal unter www.beldecal.com offeriert Bogen in der Größe 8 ½ X 11 inch, weiß oder klar, 25 Bogen für 19 Dollar. Es gibt auch andere Mengen und Größen. Ähnliche Angebote gibt es bei verschiedenen Firmen. Ich selbst habe nur Erfahrung mit den Bogen von Firma Conrad. Im neuesten Modellbau-Katalog 2005/2006 findet man die Beschreibung auf Seite 324. Das nennt sich „Folien für Decals“. Die Bestellnummer ist 224074-79 (für weiß) und 224075-79 (klar). Zwei Bögen in DinA4 kosten jeweils 9,95 Euro. Bei der Verwendung dieses Materials ist einiges zu beachten. Die Gestaltung des „Bildes“ hängt davon ab, auf welchen Untergrund das Abziehbild kommen soll und was für Farbtöne das Bild selbst hat.

Me-decal-2Auf weißem Grund ist quasi alles möglich. Auch helle Farben lassen sich gut darstellen. Wird das eigentliche Motiv von einem weißen Rand umschlossen, ist der nach dem Aufbringen unsichtbar. Das erleichtert das Ausschneiden . Auf farbigem Grund sieht man natürlich den weißen Hintergrund des Motivs. Es muss also überdacht werden, in welchem Umriss das Abziehbild ausgeschnitten wird, damit es optisch zur Gesamtgestaltung des Modells passt.

Bietet das Flugzeug nur einen dunklen oder bunten Hintergrund und wir wollen kein Weiß hinter unserem Motiv, dann sind die Gestaltunsmöglichkeiten etwas eingeschränkt. Denn jetzt muss die klare Folie eingesetzt werden. Da der Drucker aber kein Weiß zustande bringt, fallen weiße Flächen also aus. Schwarz oder andere dunkle Töne im Motiv bereiten keine Probleme. Schwierig wird es, wenn Gelb, Orange, Hellblau usw. gewünscht sind. So ein Drucker druckt ja mit Tinten  -  und die sind nicht deckend. Wenn also z.B. Gelb auf Schwarz soll wie bei einer GeeBee, dann wird das nix (das musste dann leider lackiert werden!).

auspuffAber auch die weißen Bogen sind nicht ganz „blickdicht“. Man bedenke  -  da wird ja kein Papier auf das Modell gepappt. Was letztendlich aufgeklebt wird, ist eine sehr dünne Folie (und deshalb lässt sie sich auch recht gut auf unebenen Flächen aufbringen). Wenn also Weiß (im Abziehbild) über farbigen Grund kommt, so kann der durchaus durchschimmern, und wir haben kein richtig sattes Weiß mehr.

Ganz wichtig: nach dem Druck muss der bedruckte Bogen mit Lack überzogen werden. Das geht eigentlich nur mit Spritzen. Irgend so ein Autolack aus der Sprühdose geht ausgezeichnet, danach gut trocknen lassen. Wer das vergisst, hat nachher nur noch aufgelöste Farbbrösel im Wasser (woher ich das wohl weiß!).

Mit all dem soll jedoch nicht gesagt werden, dass das Material nichts taugt. Im Rahmen seiner Möglichkeiten und unter Beachtung seiner Eigenschaften, ist das eine willkommene Methode, die uns Möglichkeiten gibt, die wir sonst nicht hätten. Man denke nur an die Erstellung von Buchstaben, Nummern, die Lizenznummer, der Name unseres Flugzeugs, Embleme, Grafiken, Beschriftungen, Hoheitsabzeichen usw.  -  und das alles in beliebiger Größe und Gestaltung. Schriftarten stehen in riessiger Auswahl zur Verfügung. Wer an einen Scanner kommt, kann Original-Vorlagen verwenden, die selbst nur schwer oder gar nicht herzustellen sind. Einscannen, Größe bestimmen, ausdrucken, das ist alles.

me2Vielleicht bricht jetzt jemand unter der großen Enttäuschung zusammen, weil er kein Grafik- oder Bildbearbeitungs-Programm auf dem Computer hat. Er kann beruhigt sein. Wer einen Computer hat, hat WORD. Mit diesem Programm lässt sich erstaunlich viel machen. Eine der beigefügten Skizzen zeigt Beispiele.

Noch ein Tip für die wenigen armen Seelen, die naturgetreue Militär-Maschinen bauen und nur allererste Qualität auf ihren Flieger kleben wollen. Die Firma „Major Decals“ hat eine Wahnsinns-Auswahl an Hoheitsabzeichen, und auch sonst so ziemlich alles, was der anspruchsvolle Schiebebildner braucht.
www.majordecals.com 

Word05

 

Claus Maikis

 

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